Hygieneplan

1. Einleitung

Gemäß § 36 Infektionsschutzgesetz sind die Schulen verpflichtet in einem Hygieneplan innerbetriebliche Verfahrensweisen zur Einhaltung der Infektionshygiene festzulegen. Mit dem Hygieneplan wird der Zweck verfolgt, übertragbare Krankheiten beim Menschen vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und ihre Weiterverbreitung zu verhindern. Weiterhin steht die Eigenverantwortung der Schulen, der Schulträger und der Eltern im Vordergrund. Aus dem o.g. Gesetz ergeben sich konkrete Verpflichtungen für alle in der Schule Beschäftigten sowie insbesondere der Lehrkräfte zur Ausgestaltung des Bildungs- und Erziehungsauftrages zur Anleitung der Schulkinder zu einem gesundheitsbewussten Handeln.

Bei der Erstellung eines Planes sind folgende Schritte berücksichtigt worden:

  • Aufzeigen der Hygienesituation
  • Umsetzung eines Planes
  • Aufstellung des Reinigungsplanes und dessen Umsetzung
  • Festlegung der Zuständigkeit
  • Turnusgemäße Überprüfung und Dokumentation

2. Hygieneanforderungen im Schulgebäude

Das Gebäude der Kapitän-Koldewey-Grundschule Bücken wurde in den Jahren 1965/68 in zwei Bauabschnitten zunächst als eine Mittelpunktschule konzipiert und errichtet, später als eine kombinierte Haupt- und Grundschule genutzt und wird seit dem Jahr 2007 als eigenständige Grundschule geführt. Vor diesem Hintergrund ist die Einhaltung der nachfolgend aufgeführten Hygieneanforderungen für alle in der Schule Beschäftigten (Lehrkräfte, pädagogische Mitarbeiter, Hausmeister, Reinigungskräfte) Anspruch und Herausforderung zugleich. Die Schulkinder werden altersgmäß in gesundheits- und hygienebewusste Verhaltensweisen eingeführt.

2.1. Lufthygiene in den Klassenräumen

Nach jeder Schulstunde ist in den Klassenräumen eine ausreichende Lüftung gegebenenfalls durch Querlüftung/Stoßlüftung ducht gekippte, geöffnete Fenster vorzunehmen.

2.2. Hygiene in den Klassenräumen

Die Schüler erledigen in ihren Klassen die Grobreinigung der Fußböden durch Aufsammeln der Papiere und fegen evtl. kleine Bereiche.

Die Schüler stellen am Ende des Unterrichtsvormittags die Stühle hoch.

Die Schüler wischen die Tafel.

In den Klassenräumen sind Waschbecken, Papierhandtücher sowie Flüssigkseife vorhanden.

Die Handhygiene wird mit großer Aufmerksamkeit beachtet.

Händewaschen ist durchzuführen:

  • nach jeder Reinigungsarbeit und nach jeder Verschmutzung
  • nach jeder Toilettenbenutzung
  • vor jedem Umgang mit Lebensmitteln
  • vor dem Essen
  • nach Tierkontakt

Die Raumakustik in den Klassenräumen und in der Pausenhalle ist durch den Einbau neuer Lärmschutzdecken angemessen.

Gegen die Sonneneinstrahlung sind Jalousien und Vorhänge angebracht.

Abfalleimer für Müll sind vorhanden und werden täglich von den Reinigungskräften geleert bzw. gereinigt.

Außerdem wird auf Mülltrennung geachtet, indem entsprechende beschriftete Behältnisse in Klassen- und Fachräumen und im Eingangsbereich der Pausenhalle bereitgestellt sind.

2.3. Hygiene auf den Fluren

Der Schmutzeintrag im Eingangsbereich wird durch Schmutzfangmatten reduziert.

Die Verschmutzung der Klassenräume wird durch das Tragen von Hausschuhen minimiert. Entsprechende Schuhbänke auf den Fluren sind vorhanden.

2.4. Hygiene in der Turnhalle

Für die Hygiene in der Turnhalle außerhalb des Schulunterrichts ist der Schulträger zuständig. Jeder Sportlehrer trägt Auffälligkeiten in das Hallenbuch ein. Der Hausmeister kontrolliert die Einträge regelmäßig und schafft bei Beanstandungen Abhilfe.

2.5. Hygiene im Werkraum

Der Werkraum ist mit einem Handwaschbecken, Flüssigseife und Einmalhandtüchern ausgestattet.

2.6. Hygiene in der Schulküche

Die Schulküche wurde im Schuljahr 2013/14 saniert und dient im Rahmen der Ausweitung des Ganztagsangebotes als eine Ausgabeküche für das Mittagessen. Des Weiteren sind zwei Kochzeilen vorhanden, die für Unterrichtsprojekte und AG-Angebote im Ganztag genutzt werden. Dort befinden sich Flüssigseife, Handtücher und Papierbehälter.

Alle Personen sind dafür verantwortlich, die Küche in einem sauberen Zustand zu hinterlassen (siehe Küchenordnung). Die Hygienevorschriften und die Küchenordnung werden zu Schuljahresbeginn mit den Kindern besprochen.

Hand-, Geschirr- und Spültücher sind nach Gebrauch zu wechseln und bei mindestens 60 Grad durch die Reinigungskräfte zu waschen. Diese Wäsche wird in einem gesonderten Schrank aufbewahrt.

3. Hygieneanforderungen im Sanitärbereich und im Außenbereich

3.1. Hygiene im Sanitärbereich

In allen Sanitärräumen sind Flüssigseife, Papierhandtücher und Papierbehälter vorhanden. Die Reinigungskräfte reinigen Toilettenbecken sowie den Sanitärbereich mit farblich besonders gekennzeichneten Aufnehmern, die nur hier Verwendung finden.

3.2. Hygiene im Außenbereich

Der Pausenbereich hat Spiel-, Lauf- und Ruhezonen. Abfallbehälter stehen in ausreichendem Maße zur Verfügung.

Der Sandspielbereich wird täglich auf Verunreinigungen kontrolliert. Der Spielsand wird jährlich erneuert. Der Zulauf von Katzen und Hunden kann nicht unterbunden werden.

Die Spielgeräte werden vom Hausmeister regelmäßig auf Schäden bzw. Unfallgefahren kontrolliert. Einmal jährlich wird eine Begehung mit dem Schulleiter, dem Hausmeister und dem Sicherheitsobmann/der Sicherheitsobfrau durchgeführt. Das Ergebnis ist zu protokollieren und dem Schulträger zuzuleiten.

3.3. Sonstige Hygieneanforderungen

Schädlingsprophylaxe- und bekämpfung

Gesundheitsschädlinge sind Tiere, durch die Krankheitserreger auf den Menschen übertragen werden können. Dazu zählen an Schulen Fliegen, Läuse, Schaben, Mäuse und Ratten.

Der Hausmeister führt regelmäßig Kontrollen durch.

Sollte sich ein Befall einstellen, wird die Schulleitung, der Schulträger oder das Gesundheitsamt benachrichtigt. Nach Absprache mit dem Schulträger wird u.U. ein kompetenter Schädlingsbekämpfer benachrichtigt.

Abfallbeseitigung

Der Abfall wird in getrennten Behältern (Papier, Restmüll, Kunststoffe) gesammelt und täglich in die Abfallsammelbehälter außerhalb des Gebäudes geleert.

Krankenliege

Ein Raum mit einer Krankenliege ist vorhanden. Ebenfalls eine Wolldecke, ein Notfalleimer, Küchenrolle, Abfallbeutel, Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel. Beim Hausmeister steht ein extra gekennzeichneter Eimer mit diversen Reinigungsutensilien und Materialien (u.a. Hobelspäne), um Erbrochenes zu entsorgen.

Tierhaltung

Tierhaltung findet nicht statt. Wenn aus pädagogischen Gründen (Kinder bringen ihre Tiere mit in den Unterricht) Tiere im Unterricht erlaubt sind, ist auf besondere Hygiene zu achten (Händewaschen).

4. Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene

4.1. Lebensmittelhygiene

Abfälle werden sofort nach Beendigung des Unterrichts in den Restmüllbehälter entleert und der Mülleimer gereinigt.

4.2. Trinkwasserhygiene

Das in den Schulen verwendete Wasser muss der Trinkwasserverordnung entsprechen. Um Stagnationsproblemen vorzubeugen, sollte das Wasser nach den Ferien und am Wochenende ca. 5 Minuten bzw. bis zur erreichten Temperaturkonstanz ablaufen.

5. Erste Hilfe

Geeignetes Erste-Hilfe-Material ist gemäß Unfallverhütungsvorschrift vorhanden (siehe GUV Erste Hilfe 20.26) und wird halbjährlich überprüft bzw. ergänzt.

  • 2 Sanitätstaschen nach DIN 13160 (befinden sich im Schulleiterzimmer bzw. Sekretariat)
  • großer Verbandkasten nach DIN 13169, Verbandkasten E im Lehrmittelraum
  • kleiner Verbandkasten nach DIN 13157, Verbandkasten C (befindet sich je in der Turnhalle, dem Werkraum und der Schulküche).

An besonders gekennzeichneten Stellen befinden sich im Gebäude Feuerlöscher, die auf Veranlassung des Schulträgers regelmäßig gewartet werden.

Das Personal nimmt regelmäßig (alle 3 Jahre) an einem Erste-Hilfe-Kurs teil.

Die Notfallnummern für die Erreichbarkeit der Erziehungsberechtigten befinden sich im Ordner "Klassenlisten" neben dem Telefon im Lehrerzimmer.

Notfallnummern:

Polizei 110

Feuerwehr 112

Giftnotruf 0421/4975268