Förderkonzept der Grundschule Bücken

Stand März 2010, letzte Aktualisierung: Dezember 2015

Das nachfolgende Förderkonzept der Kapitän-Koldewey-Grundschule Bücken ist Bestandteil des Schulprogramms. Es liegt als ein den jeweiligen neuen Erkenntnissen anzupassendes veränderbares Konzept dem Förderunterricht an der Kapitän-Koldewey-Grundschule Bücken zu Grunde. Die im Leitbild der Schule formulierten Ziele sind dabei zugleich Arbeitsauftrag und Zielvorgabe der Arbeit mit Kindern im Bereich der differenzierten Förderung.

Für die Fächer Mathematik und Deutsch liegen zusätzlich zu den schuleigenen Arbeitsplänen ausdifferenzierte Förderkonzepte als Bestandteile des Schulprogramms vor (siehe links).

Das Methodenkonzept der Kapitän-Koldewey-Grundschule Bücken liegt ebenfalls als ein eigener Baustein des Schulprogramms vor (siehe links). Im Bereich der Förderung werden die durch die Methodentage grundgelegten methodischen Kompetenzen anlassbezogen aufgegriffen, gepflegt und weiterentwickelt.

Vorschulische Sprachförderung

Die vorschulische Sprachförderung an der Kapitän-Koldewey-Grundschule Bücken erfolgt durch eine Lehrkraft auf der Grundlage verschiedener Programme (Wuppi/Würzburger Programm/Rundgang durch Hörhausen etc.). Die entsprechenden Materialien stehen in Kindergarten und Grundschule zur Verfügung.

Besonders in den Blick genommen werden:

  • Normaler vs. gestörter Spracherwerb
  • Störungen im Grammatikerwerb
  • Phonologische Störungen
  • Entwicklungsverzögerungen im Erwerb des Wortschatzes
  • Sprachförderung bei Migrantenkindern

In Absprache mit den benachbarten Kindergärten "Sterntaler" (Bücken) und "Wundertüte" (Warpe) erfolgt die vorschulische Sprachförderung an der Grundschule Bücken je nach Anzahl der teilnehmenden Kinder an 4 - 5 Tagen in der Woche morgens ab 8.00 Uhr in der 1. Unterrichtsstunde, so dass die Kinder erst im Anschluss den Kindergarten besuchen. Die Kinder können auf diese Weise dort zeitgerecht noch am eröffnenden Morgenkreis teilnehmen und der sich anschließende Tagesablauf dieser Einrichtungen wird nicht weiter unterbrochen. Die teilnehmenden Kinder werden mit Hilfe des standardisierten Verfahrens des MK zur vorschulischen Sprachförderung jeweils im April/Mai ermittelt. Es nehmen insbesondere Kinder mir Migrationshintergrund (Deutsch als Zweitsprache) sowie Kinder mit festgestellter nachhaltiger Sprachenwicklungsverzögerung teil. Die Teilnahme an der Sprachförderung wird im Elterngespräch vorbereitet. In der Vergangenheit hat sich dieses Verfahren zur allseitigen Zufriedenheit sehr gut eingespielt.

Sprachförderung im 1./2. Jahrgang

Die Sprachförderung im 1./2. Jahrgang setzt auf der Grundlage der im Bückenjahr erhobenen Lernausgangslage die Arbeit der vorschulischen Sprachförderung fort. Die Lehrkraft, die die vorschulische Sprachförderung durchführt, setzt auch im 1./2. Jahrgang diese Arbeit. So gibt es für die teilnehmenden Kinder ein kontinuierliches Arbeitsverhältnis mit der vertrauten Bezugsperson. Gearbeitet wird an der nachhaltigen Verbesserung der Sprachkenntnisse für die Kinder mit Migrationshintergrund bzw. mit festgestellter Sprachentwicklungsverzögerung. Gefördert wird in kleinen Gruppen in zeitlichen Einheiten von ca. 20 Minuten täglich.

Fächerbezogener Förderunterricht im 1./2. Jahrgang

Für den Fall, dass entsprechende personelle Ressourcen zur Verfügung gestellt werden können, erfolgt ergänzende fachbezogene Förderung im Anschluss an den vormittäglichen Unterricht der 1./2. Klassen parallel zur Betreuungsgruppe in der 5. Unterrichtsstunde. Die Klassen- bzw. Fachlehrkräfte arbeiten mit den Kindern, die die geforderten fachlichen Kompetenzen noch nicht im ausreichenden Maß ausgebildet haben bzw. die noch Schwächen im Arbeitsverhalten zeigen, an der Umsetzung der oben genannten Förderkonzepte Deutsch/Mathematik. Mehr als 20 % der Schülerinnen und Schüler eines Jahrsgangs an der Grundschule Bücken weisen besondere Lernerschwernisse auf bzw. sind Kinder mit besonderen Verhaltensauffälligkeiten. Grundlagen des fächerbezogenen Förderunterrichts sind erhobene Lernstandsvoraussetzungen unter Einbeziehung des "Münsteraner Screenings", des "Stolperwörter-Lesetests", der "Hamburger Schreibprobe" bzw. des "Elementar-mathematischen Basisinterviews". In den vergangenen beiden Schuljahren wurden durch den Pflegekinderdienst des Landkreises Nienburg schulbegleitende Hilfen für Pflegekinder mit beonderen Problemlagen im 1./2. Jahrgang mit bis zu 20 Stunden wöchentlich je Kind finanziert. Diese Hilfen können im Rahmen innerer und anlassbezogen auch zeitweise im Rahmen äußerer Differenzierung erfolgen. Die Materialien der "Piratengruppe" (das ist die wöchentlich stattfindende "Spiel- und Lernwerkstatt" des Bückenjahres) werden einbezogen.

Fächerbezogener Förder- und Forderunterricht im 3./4. Jahrgang

Für den Fall, dass entprechende personelle Ressourcen zur Verfügung gestellt werden können, erfolgt aufbauend auf der Förderung im 1./2. Jahrgang weitere fachbezogene Förderung im 3./4. Jahrgang im Anschluss an den vormittäglichen Unterricht in der 6. Unterrichtsstunde durch Klassen- und Fachlehrkräfte (Vollzeitkräfte) in kleinen Lerngruppen. Die Arbeit im Rahmen des Förderunterrichts wird dokumentiert, greift gewonnene Erkenntnisse aus der Lernstandserhebung auf und ergänzt diese fortlaufend. Im Einzelfall wird auch Forderunterricht für leistungsstarke Kinder in kleinen Gruppen erteilt (z.B. Vorbereitung auf Wettbewerbe/besondere Projekte)

Förderung von Kindern mit besonderen Verhaltensauffälligkeiten

Die Grundschule Bücken verfügt über eine Beratungslehrkraft. Im Stundenplan dieser Lehrkraft sind feste Beratungsstunden ausgewiesen. Für den Fall, dass für einzelne Kinder oder Schülergruppen besondere Förderung sozial-adäquaten Verhaltens angezeigt ist, erfolgt diese Förderung durch den gezielten Einsatz des Beratungslehrers (Dieser ist derzeit allerdings bis zum Ende des Schuljahres im "Sabbatjahr".)

Weiterentwicklung des Förderkonzeptes

Anlassbezogen wird jährlich der Fortbildungsbedarf erhoben. Der im Kollegium beschlossene gemeinsame Fortbildungsschwerpunkt ist laut Fortbildungskonzept der Bereich "Inklusion". Anlassbezogene Fortbildung erfolgte auch im Themenberich "Kinder aus dem autistischen Verhaltensspektrum".

Personelle Ressourcen

Zur Umsetzung dieses Förderkonzeptes sind erforderlich:

  • Vorschulische Förderung, je nach Anzahl der Kinder - bis zu 5 Stunden
  • Sprachförderung nach Förderkonzept im 1./2. Schuljahr - bis zu 3 Stunden
  • Fächerbezogener Förderunterricht im 1./2. Schuljahr - bis zu 4 Stunden
  • Fächerbezogener Förder- und Forderunterricht im 3./4. Schuljahr - bis zu 4 Stunden
  • Förderung von Kindern mit besonderen Verhaltensauffälligkeiten - (Beratungslehrkraft)
  • Förderung im Rahmen des Mobilen Dienstes Sprache - (Förderschullehrkraft)